Archive for August, 2008

wirbel.org

August 27, 2008

So kurze experimentier pause: ich hab den micro-blog auf meine bis jetzt im dornröschenschlaf schlummernde domain gelegt:

http://wirbel.org/

Ausserdem hab ich ihn mit einem neuen layout das urspruenglich von Heather Rivers stammt, das ich aber ein bisschen abgeaendert habe, ‘aufgebrezelt’. Ihre layouts sind creative commons, und sehr zu empfehlen.

Ja und RSS gibts natürlich auch. an der ganz lupenreinen integration bastle ich in meiner naechsten pause.

so jetzt werde ich weiter experimentieren …

open source

August 26, 2008

Wohoo, habe meinen ersten open source code online gestellt. Und ich muss leider sagen, er hat noch immer weniger Zeilen als die GPLv3 Lizenz mit der er jetzt verteilt wird.

Ja und ich glaube seit gestern bin ich wieder registrierter Wähler in Östereich. Ein gutes Gefühl.

soweit die Neuigkeiten.

blag, kites and flying

August 14, 2008

Edel, das ist der Author von xkcd, und er bringt das wirklich aufs nächste level, ich werde versuchen zu lernen:

In other news, Geohashing is working out wonderfully. At the most recent meetup I attended, we flew a camera from a kite and then tried to spell words under it.

he’s the man: blag … ja und Geohashing hat er auch erfunden.

Cellule 719

August 10, 2008

Im Juli waren wir im Theater: Mélanie Gautier, eine Freundin, die lange in Wien gelebt hat, hat ihr Stück Cellule 719, eine Adaption von zwei Texten von Dario Fo und Franca Rame im Theatre de l’Orme gezeigt. Es waren zwei Monologe: Moi, Ulrike, je crie und C’est arrivé demain.

Wir haben den ersten schon im letzten Herbst gesehen. Die Vorstellung im Theatre de l’Orme war die stärkste, die ich gesehen habe – sehr intensiv, nahe am Publikum, ruhig und mit leichten Nuancen, schön.

Cellule-6970.jpg

Im Juni haben wir damit begonnen aus dem zweiten Text einen kurzen Film zu machen. Der ist gerade im Schnitt, und es dauert sicher noch bis er fertig ist. Ich halte Euch auf dem Laufenden. Wenn Ihr nach Paris kommt ist ein Stück mit Mélanie sicher eine gute Idee!

Cellule-6974.jpg

twitter …

August 9, 2008

… heute kurz: ich hab vor kurzem geschafft (zur Kompensation nach seeehr langwierigen Experimenten und coding sessions) twitter, facebook und diesen blog kurzzuschliessen. d.h. sie sind synchron. das was ihr im hauptfenster in der rechten oberen ecke seht, ist mein twitter/facebook stream. die wirklichen eintraege gibts natürlich weiterhin nur auf diesem blog.

… und heute war ein schöner stadt-tag, bin gerade nach hause gekommen.

[UPDATE]: ich hab das mit twitter wieder abgeschalten, das war mir zuviel web-celibrity auf einmal. ich hab ‘antworten’ auf meine posts von wildfremden leuten bekommen, und habe auf einmal Barack Obama als ‘follower’ meines twitter-feeds gehabt. Also zurück zum privateren facebook und wordpress.

Wer von Euch benutzt eigentlich twitter?

Die Bahn und das Web

August 8, 2008

Wir sind in den letzten Monaten ein paar mal mit dem Zug gereist, und es ist wirklich fein, schnell, angenehmer als mit dem Flugzeug, und man fährt von Stadtmitte zu Stadtmitte usw. usw. … das Problem dabei: man muss den Zug buchen. Irina hat da recht kräftig gelitten, weil man auf der französischen Bahnhomepage nur weiterkommt, wenn man schon genau weiss welchen Zug man wann nehmen will. Man sollte auch wissen welches kleine Eck der bunten Seite tatsächlich mit Zugbuchen zu tun hat, und welche der verschiedenen Bahngesellschaften, welche der Teilstrecken bedient. Es hat die Benutzerfreundlichkeit von einem 300 Seiten Streckenregister. Normalerweise schaltet man nach 1h Herumprobieren am besten einfach den PC ab, und ruft im nächsten Reisebüro an.

Heute war in der IHT ein Interview mit dem Verantwortlichen – und er ist mächtig stolz darauf! Bei ihm klingt das so:

Enter your departure city and destination on our site, and we will give you prices for each segment of the journey, allowing you to mix and match classes and fares with different carriers.

… genau, Streckenregister eben.

Selbstkontrolle …

August 5, 2008

Also ich habe ein kleines Suchtproblem mit Paris. Meine Selbstkontrolle ist auch nicht mehr der Rede wert. Die letzten beiden Male war das so: Am Freitag habe ich zu Hause gearbeitet, weil sie in unserem Stockwerk auf der Uni den Boden neu verlegt haben, und niemand in die Büros konnte. Dass sie uns das im voraus gesagt haben war nett – am Montag haben sie es bei ein paar Kollegen nicht gemacht, die sind dann, als sie am Nachmittag aus ihren Zimmern rauswollten, vor einer riesigen nassen Klebstofffläche gestanden – Linoleum. Ich war auch nicht sehr traurig, weil sie eben das Institut umbauen, und ich die letzten Wochen meine Tage damit beginne, ersteinmal eine Schicht Verputz und Staub von meinem Tisch zu wischen, und es ständig zwischen den Zähnen knirscht, wenn man redet.

… egal: am Freitag in der Früh hab ich mir also gedacht, ich gehe schnell Frühstücken, dann kauf ich mir ein Buch, und dann fahr ich nach Hause, und arbeite. Ich bin zum Parque Luxembourg gefahren, ins Buchgeschäft, dann … war die Seine so nahe, und ich habe überlegt, dass es eigentlich wieder einmal gut waere die Seine zu sehen – Irina und ich waren zwei Tage davor dort – und bin hin spaziert, und drüber spaziert, und dann war vor mir der der Bvd. Sebastobol, ein Teather und zwei riesige Cafés, und ich bin weitergegangen, weil ich ja schon ziemlich nahe bei einem Stadtteil war, den ich mir jetzt schon länger einmal anschauen wollte, weil ich im Juni, wie wir den Film gedreht haben (mit Mélanie, wieder eine andere Geschichte), einmal zufällig durchgekommen bin, und es dort zeimlich gemütlich war. Ich bin also weiterspaziert, durch eine ziemlich spelunkenmäßige Gegend, direkt im Norden von Les Halles, die dann aber zu einem wirklich ruhigen, aber bunten Stadtteil wird, und es war einwandfrei. Zu Hause war ich um 5h.

… heute hab ich wieder zu Hause gearbeitet, weil sie den Strom auf der Uni abgeschalten haben, und wir am Nachmittag MRI Aufnamen machen, und ich deswegen sowieso bald ins Krankenhaus muss. Ich hab ein Notizbuch gebraucht, und bin nach dem Frühstück wieder – schnell – zu Luxembourg gefahren, ins Buchgeschäft. Da muss man sagen, dass ich Städte im Vormittag, wenn alle arbeiten, und Lieferungen kommen, und man nur einmal für eine ganz schnelle Pause ins Café geht, sehr gerne mag, auch in Wien. Ich hab aber dem Drängen danach, wieder kurz zur Seine zu schauen, widerstanden, und bin zur Station Luxembourg zurückgegangen, dort aber nicht nach links in die Station, sondern nach rechts in den Park abgebogen, zu dem Café unter den Bäumen mit dem grummeligen Kellner, der den Kaffee jedesmal ausschüttet, wenn er ihn bringt, ja und da sitz ich jetzt gerade.

Ich kann nichts dagegen tun, wenn ich in der Stadt bin, geh ich einfach weiter, und fahre nicht wieder zurück. In der Früh hab ich in der RER Station die Wahl ob ich stadtauswärts zur Uni, oder in die Stadt fahre. Bis jetzt bin ich immer zur Uni gefahren, aber wenn das so weitergeht …

Banken ….

August 1, 2008

Also Banken und ich das ist so eine Geschichte in Frankreich … und ausserdem gäbe es überhaupt Geschichten zu erzählen, weil Irina und ich waren ja zum Beispiel auf einer Frankreich Tour, während der wir von Paris aus zuerst Florence, Eric und Anais besucht haben, bei ihnen in einem super alten Haus in einem unglaublich kleinen Dorf gewohnt haben, wir jetzt wissen das Gustave Flaubert keine Mantel und Degenromane geschrieben hat, ich endlich einmal Zieharmonika spielen durfte, wir jetzt endgültig wissen ‘Paris … c’est pour les fous’, wir uns die Berge im Zentrum Frankreichs genau angeschaut haben, raufgekraxelt sind, Grade entlangmarschiert sind, Kühe fotografiert haben, draufgekommen sind, dass die Warnblinkanlage mindestens so gut ist wie ein Parkplatz, zwischen Montpellier und Aix en Provence von Kaffee auf Orangina umgestiegen sind, in einem kleinen Dorf gelernt haben, dass hinter einem vierstöckigen Haus auch ein vierstöckiger Garten liegen kann, dass der auch eine Gondelbahn haben sollte, wir in Mougins eine geniale Woche bei Gillian und Florian verbracht haben, und dann nach einer Nacht in Fötusstellung im TGV in Paris aufgewacht sind … aber zurück zu den Banken: Also ich warte seit einem halben Jahr auf eine Antwortemail meiner Betreuerin bei meiner Pariser Bank – meiner und nicht unserer? das ist wieder eine andere lange Geschichte – ich weiss es deswegen, weil ich die mail am 1. Februar abgeschickt habe. Ich habe geschrieben, dass meine Bankomatkarte nur hin und wieder funktioniert – also nicht optimal, so um 1h nach einem Abendessen zum Beispiel. Ich schreibe meiner Betreuerin emails, weil ich das mündlich nicht hinbekomme. Das letzte mal hab ich eine halbe Stunde einen französischen Satz einstudiert, und die Antwort war ‘Non’ Stille. Naja keine email-Antwort bis heute. Was ich eigentlich schreiben will, ist dass ich jetzt gerade am Freitag um Mitternacht eine Antwort vom BankAustria Kundenservice bekommen habe, auf eine mail, die ich vor ein paar Stunden geschickt habe. Das finde ich nicht schlecht.

Und die ganze Geschichte von der Tour de France erzaehl ich beim naechsten mal.

Tour de France